Allgemeines zu RehaCom®
Was ist RehaCom®?
RehaCom® ist ein computergestütztes Therapiesystem, das speziell für das Training kognitiver Funktionen entwickelt wurde. Es unterstützt gezielt bei der Rehabilitation von Patient:innen mit kognitiven Einschränkungen – etwa nach Schlaganfällen, bei neurodegenerativen Erkrankungen oder bei psychiatrischen Diagnosen. Die Software umfasst eine Vielzahl spezifischer Trainingsmodule sowie Screenings zur Unterstützung der Therapieplanung und -überwachung. Eine Komplettübersicht der Therapiemodule finden Sie hier. Einen Überblick zu den Screenings haben wir Ihnen hier bereitgestellt. Bitte beachten Sie, dass die Modul- und Screening verfügbarkeitje nach Version von RehaCom® abweichen kann.
Ist RehaCom® ein Medizinprodukt?
Ja – RehaCom® ist ein zertifiziertes Medizinprodukt der Klasse I gemäß der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR, EU 2017/745). Damit erfüllt RehaCom® die strengen Anforderungen, die an Produkte gestellt werden, die zur Erkennung, Vorbeugung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten oder Verletzungen eingesetzt werden.
Als kognitives Therapiesystem wird RehaCom® im Rahmen der neuropsychologischen und neurologischen Rehabilitation eingesetzt –beispielsweise bei Patient:innen mit Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Multipler Sklerose, Depression oder kognitiven Defiziten im Alter. Die Softwareunterstützt Therapeut:innen bei der Therapieplanung und -überwachung.
Warum ist der Medizinproduktstatus wichtig?
Der Status als Medizinprodukt bedeutet, dass RehaCom®
- klinisch bewertet wurde (einschließlich Studien zur Wirksamkeit),
- qualitätsgesichert entwickelt und gepflegt wird (gemäß ISO 13485),
- und regulatorisch überprüft wurde – mit dokumentierter Konformität zur MDR.
Für Sie als Anwender:in bedeutet das: Sie setzen ein rechtssicheres, validiertes und im medizinischen Alltag erprobtes Therapiesystem ein, das sowohl in Kliniken als auch in ambulanter Therapie bedenkenlos eingesetzt werden kann.
Welche RehaCom®-Varianten gibt es?
RehaCom® gibt es in zwei verschiedenen Varianten: RehaCom® und RehaCom® Online.
Das "klassische" RehaCom® wird lokal installiert und ist seit vielen Jahren im Einsatz. Sie bietet:
- Zugriff auf das vollständige Portfolio mit 35 Trainingsmodulen und 9 Screening-Verfahren
- Nutzung in Einzel- oder Mehrplatzumgebungen
- Detaillierte Verlaufsdokumentation und individuelle Trainingssteuerung
- Kompatibilität mit dedizierter RehaCom®-Hardware (z. B. Patiententastatur oder Lizenzdongle)
- Vollständige Offline-Nutzung ohne Internetverbindung
Diese Variante ist ideal für Therapeut:innen, die RehaCom® in einer fest installierten Therapiestruktur nutzen möchten.
RehaCom® Online ist als Cloud-gehostete und webbasierte Variante die Zukunft der digitalen neurologisch kognitiven Therapie. RehaCom® Online wurde speziell für die Bedürfnisse der Teletherapie, des Hometrainings und für den mobilen Einsatz weiterentwickelt. Die Software funktioniert direkt im Browser – unabhängig vom Betriebssystem – und ermöglicht eine flexible Nutzung, z. B. auch von zu Hause aus.
Einige Kernmerkmale sind:
- Zugriff auf ausgewählte Trainingsmodule via Internet
- Detaillierte Verlaufsdokumentation und individuelle Trainingssteuerung
- Kompatibilität mit spezieller RehaCom®-Hardware (Patiententastatur)
- Kein Installationsaufwand, kein Dongle erforderlich
- Einfache Betreuung von Patient:innen auch aus der Ferne
- Für Patient:innen besonders niedrigschwellig und leicht bedienbar
- Fortschrittsdaten können synchronisiert und analysiert werden
Diese Variante eignet sich insbesondere für Therapeut:innen, die ihre Patient:innen auch außerhalb der Praxis aktiv begleiten möchten – z. B. im Rahmen eines blended care Ansatzes oder für Phasen zwischen den Therapiesitzungen.
Beide Varianten von RehaCom® können auch ergänzend genutzt werden – zum Beispiel, um Patient:innen in einer bestehenden RehaCom®-Einrichtung ohne Systemwechsel zusätzlich über RehaCom® Online ins Homertraining einzubinden.
Was unterscheidet RehaCom® von anderen Therapieprogrammen?
RehaCom® hebt sich durch seine klinische Fundierung und breite Anwendungserfahrung ab: Die Software wurde gemeinsam mit Therapeut:innen entwickelt und ist in über 80 % der neurologischen Reha-Kliniken in Deutschland im Einsatz. Mehr als 100 wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit. Die Trainings decken alle kognitiven Bereiche ab und beinhalten auch kompensatorische Ansätze. RehaCom® ist in über 25 Sprachen verfügbar und lässt sich sowohl in der Praxis als auch für Teletherapie und Hometraining einsetzen.
Welche kognitiven Funktionen werden trainiert?
Mit RehaCom® lassen sich zentrale kognitive Leistungsbereiche wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen und visuelle Wahrnehmung trainieren. Darüber hinaus werden komplexere Fähigkeiten wie Handlungsplanung und Strategiebildung in alltagsnahen Szenarien gefördert – praxisnah und patientenzentriert.
Wie kann ich mich mit RehaCom® vertraut machen?
Wir bieten regelmäßig kostenfreie Online-Seminare an, die praxisnah zeigen, wie RehaCom® effektiv eingesetzt wird – ideal für Neueinsteiger:innen und erfahrene Therapeut:innen gleichermaßen. Informationen dazu finden Sie hier.
Wie kann ich RehaCom® testen, bevor ich mich verpflichte?
Für interessierte Praxen und Kliniken bietet RehaCom® die Möglichkeit eines kostenlosen Testzugangs zu RehaCom®. Dieser umfasst den vollständigen Funktionsumfang und wird zeitlich begrenzt zur Verfügung gestellt. So können Sie die Software risikofrei in Ihrer täglichen Arbeit erproben. Kontaktieren Sie dazu einfach unseren Vertrieb oder buchen Sie eine individuelle Online-Demo.
Wie kann RehaCom® abgerechnet werden (z. B. GKV, PKV, Selbstzahler)?
Die Abrechnungsmöglichkeiten von RehaCom® hängen vom jeweiligen Einsatzbereich Ihrer Einrichtung ab. In Rehabilitationskliniken kann RehaCom®im Rahmen der stationären oder ambulanten neuropsychologischen Behandlung abgerechnet werden. In Praxen ist die Nutzung unter bestimmten Voraussetzungen über EBM-Ziffern oder im Rahmen von Verträgen zur integrierten Versorgung möglich.
Alternativ kann RehaCom® auch im Selbstzahler-Modell eingesetzt werden – insbesondere bei einer längerfristigen Betreuung im häuslichen Umfeld über RehaCom® Online. In diesem Fall kann die Patientin bzw. der Patient den Zugang selbst finanzieren, während die therapeutische Begleitung weiterhin durch die Praxis erfolgt.
Therapieplanung & klinischer Ansatz
Wie wähle ich das passende Trainingsmodul für meine Patient:innen aus?
Im Vordergrund bei der Frage nach geeigneten Trainings steht zunächst immer die Frage nach den bestehenden Einschränkungen sowie den Therapiezielen der Patient:innen. RehaCom® unterstützt die Auswahl geeigneter Module mit speziellen Screeningmodulen, die einen ersten Überblick über die Leistungen der Patient:innen in verschiedenen kognitiven Bereichen geben. Auf Basis dieser Ergebnisse werden erste Trainingsmodule für den Einstieg ins Training vorgeschlagen, die Sie individuell für Ihre Patient:innen konfigurieren können. Auch während des Verlaufs können Module gewechselt oder angepasst werden – je nach Fortschritt der Patient:innen.
Wie dokumentiere ich den Therapieverlauf mit RehaCom
RehaCom® erstellt zu jeder Trainingseinheit detaillierte Verlaufsberichte mit Angaben zu bearbeiteten Aufgaben, Fehlerquoten, Reaktionszeiten und Fortschritt. Diese Berichte können als PDF exportiert, gedruckt oder in digitale Patientenakten übernommen werden. Damit ist eine lückenlose Therapiedokumentation möglich – auch für externe Gutachten oder Kostenträgernachweise.
Wie kann ich RehaCom® in Gruppentherapie einsetzen?
Für Gruppentherapien kann RehaCom® an mehreren Arbeitsplätzen parallel genutzt werden. Dank Mehrplatzlizenzen oder Floating-Modellen ist es möglich, mehrere Patient:innen gleichzeitig in einem Raum oder über mehrere Sitzungen hinweg zu trainieren. Besonders hilfreich ist dies bei kognitiv heterogenen Gruppen, da jede:r Patient:in individuell gesteuert trainieren kann.
Für welche Indikationen ist RehaCom® besonders geeignet?
RehaCom® wird typischerweise bei kognitiven Störungen infolge neurologischer Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, MS, Parkinson) oder psychiatrischer Diagnosen (z. B. Depression, ADHS, Schizophrenie) eingesetzt. Auch im geriatrischen Bereich, bei beginnender Demenz oder als präventives kognitives Training hat sich der Einsatz bewährt.
Wie erfolgt die Therapiekontrolle bei RehaCom® Online?
Therapeut:innen haben jederzeit Zugriff auf die Trainingsergebnisse der Patient:innen über ein webbasiertes Therapeut:innen-Portal. Dort lassen sich Trainingsanpassungen vornehmen, Verlaufsdaten einsehen und der Fortschritt dokumentieren. Dies ermöglicht eine kontinuierliche, evidenzbasierte Begleitung auch zwischen den Sitzungen.
Wie weise ich Patient:innen in RehaCom® Online ein?
Für den Einsatz von RehaCom® Online erhalten Patient:innen einen Zugang per E-Mail sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Therapeut:innen können vorab ein Training konfigurieren und begleiten die Nutzung durch regelmäßige Kontrolle der Ergebnisse. In der Regel reicht eine kurze Einweisung – telefonisch oder per Videocall – für den Einstieg aus. Als Therapeut:in können Sie Informationen zur Patientenversion hier einsehen und auch Anleitungen für Ihre Patient:innen herunterladen.
Welche Anforderungen müssen Patient:innen für das Hometraining erfüllen?
Patient:innen benötigen lediglich einen internetfähigen Computer, Laptop oder ein Tablet mit 4 GB RAM und einem aktuellem Browser. Eine Maus oder ein Touchpad wird zur Navigation empfohlen. Die Software ist intuitiv bedienbar und benötigt keine Installation – ideal auch für ältere oder technisch unerfahrene Patient:innen.
Nutzung in der Praxis
Welche Voraussetzungen muss mein Praxis-PC erfüllen?
Die Systemanforderungen der verschiedenen RehaCom®-Varianten finden Sie hier.
Was ist bei Updates zu beachten?
Die Installation neuer RehaCom®-Updates ist auch in der klassischen RehaCom® Version unkompliziert: Liegt die Datenbank lokal, wird beim Update automatisch eine Sicherung erstellt. Bei Nutzung einer Serverlösung sind zusätzliche Hinweise zu beachten. Unabhängig davon wird empfohlen, regelmäßig eine externe Sicherung der Datei REHACOMDB.GDB durchzuführen. Bei Fragen erreichen RehaCom® Anwender:innen uns über die ihnen bekannten Supportkanäle.
Bei RehaCom® Online müssen Sie sich um Updates nicht selbst kümmern. Wir übernehmen die Aktualisierung für Sie. Sie merken dies lediglich dadurch, dass sich die Software ständig weiterentwickelt und Sie somit von einem größeren Leistungsumfang profitieren, ohne in Updates oder neue Module investieren zu müssen.
Kann RehaCom® in bestehende Klinik-IT-Systeme integriert werden?
Ja. RehaCom® in der klassischen Version kann in lokale Netzwerke eingebunden und mit Terminalservern betrieben werden. Die Software speichert alle Daten lokal oder auf einem zentralen Server, sodass sie sich problemlos in bestehende IT- und Datenschutzkonzepte integrieren lässt. Für komplexe Klinik-Setups sind entsprechende Installationshinweise für IT-Administratoren verfügbar. Ein direkter Export von Berichten oder Ergebnissen zur Weiterverarbeitung in Klinikdokumentationen ist ebenfalls möglich.
Bei RehaCom® Online profitieren Sie davon, dass Sie lediglich die Endgeräte stellen müssen. Wir kümmern uns um Hosting, IT- und Datensicherheit sowie den Betrieb.
RehaCom® wird unter höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt und betrieben. Die HASOMED GmbH setzt dabei auf international anerkannte Zertifizierungen, um sowohl den klinischen Anforderungen als auch regulatorischen und datenschutzrechtlichen Vorgaben gerecht zu werden.
Wie funktioniert die Datensicherung in RehaCom®?
In der klassischen Version kann die RehaCom®-Datenbank regelmäßig über einfache Kopiervorgänge oder automatische Backup-Tools gesichert werden. Im Standardfall liegt die Datenbankdatei lokal auf dem PC oder auf einem Netzwerkpfad. Für zusätzliche Sicherheit empfehlen wir, regelmäßig ein externes Backup der Datei REHACOMDB.GDB durchzuführen. So sind auch bei Hardwaredefekten alle Patient:innen-Daten geschützt.
Bei RehaCom® Online kümmern wir uns automatisiert um regelmäßige Datensicherungen in kurzen Zeitintervallen.
Was muss die IT beim Einsatz in Netzwerken oder auf Terminalservern beachten?
Installieren Sie RehaCom® in der klassischen Version in Netzwerkumgebungen, so sind auf Terminalservern einige Besonderheiten zu beachten, etwa hinsichtlich Benutzerrechten, Datenbankzugriff und Lizenzserver. RehaCom® stellt dafür eine detaillierte technische Dokumentation bereit. Wichtig ist, dass die RehaCom®-Datenbank von allen Arbeitsstationen erreichbar ist und etwaige Firewall-Einstellungen angepasst sind.
Was tun, wenn die RehaCom®-Patiententastatur nicht erkannt wird?
Patiententastaturen mit älteren Seriennummern benötigen teils separate Treiber oder funktionieren nicht unter neueren Windows-Versionen. Bei Hardware-Problemen wie Kabelbrüchen kann ein herkömmliches USB-Druckerkabel (Typ A auf B) Abhilfe schaffen. Auch das Deaktivieren des selektiven USB-Energiesparens kann Verbindungsabbrüche verhindern.
Datenschutz & Sicherheit
Ist RehaCom® DSGVO-konform?
Ja. RehaCom® erfüllt die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die lokale Version speichert Patient:innen-Daten ausschließlich auf dem jeweiligen System oder Server – ohne Cloud-Komponenten. Bei RehaCom® Online erfolgt die Speicherung ausschließlich auf Servern innerhalb der EU unter Einhaltung hoher Datenschutzstandards.
Wo werden die Daten bei RehaCom® Online gespeichert?
Ihre Daten werden ausschließlich in der Europäischen Union gespeichert – in speziell zertifizierten Rechenzentren, die auf das Hosting sensibler Gesundheitsdaten ausgerichtet sind. Diese Zentren sind unter anderem nach ISO/IEC 27001 und C5 (BSI) zertifiziert. Es findet keine Speicherung auf Servern außerhalb der EU statt .
Der Zugriff ist rollenbasiert gesteuert, sodass ausschließlich berechtigte Therapeut:innen auf personenbezogene Daten zugreifen können.
Kann ich meinen RehaCom®-Zugang durch ein Passwort schützen?
Ja. Sie können RehaCom im Beisein von Patient:innen im Patientenmodus starten. Im Menü „Einstellungen“ kann die Passworteingabe beim Wechsel zurück in den Therapeutenmodus aktiviert werden.Um ein sicheres Passwort zu erstellen, empfehlen wir, eine Kombination aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden. Das gewählte Passwort sollte mindestens 8 Zeichen lang sein.Um ein sicheres Passwort zu erstellen empfehlen wir folgende Anforderungen zu beachten:
- Mindestlänge: 8 Zeichen
- Min. 1 Kleinbuchstabe
- Min. 1 Großbuchstabe
- Min. 1 Zahl
- Min. 1 Sonderzeichen
Ist RehaCom® besonders zertifiziert?
Ja – RehaCom® wird unter höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entwickelt und betrieben. Die HASOMED GmbH setzt dabei auf international anerkannte Zertifizierungen, um sowohl den klinischen Anforderungen als auch regulatorischen und datenschutzrechtlichen Vorgaben gerecht zu werden.
- ISO 27001 – Informationssicherheit auf höchstem Niveau
Hasomed arbeitet nach den Anforderungen der ISO/IEC 27001. Diese Norm ist der weltweit führende Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS). Sie stellt sicher, dass alle personenbezogenen und sensiblen Daten – insbesondere Gesundheitsdaten – vertraulich, integer und verfügbar bleiben. Für Praxen und Kliniken bedeutet das: Sie arbeiten mit einem System, das Ihre Daten nachweislich wirksam schützt.
- ISO 13485 – Qualitätsmanagement für Medizinprodukte
Die Entwicklung von RehaCom® erfolgt zudem nach der ISO 13485, dem internationalen Standard für Qualitätsmanagementsysteme im Bereich Medizinprodukte. Damit wird sichergestellt, dass die Software den hohen regulatorischen Anforderungen für Produkte im Gesundheitswesen entspricht – von der Entwicklung über die Validierung bis hin zur Auslieferung. Für Sie als Therapeut:in oder Klinik bedeutet das: Sie nutzen ein Produkt, das nach dem Stand der Technik und unter Berücksichtigung von Patientensicherheit entwickelt wurde.
- C5-Testierung (in Vorbereitung) – Sicherheit in der Cloud
Für RehaCom® Online bereitet HASOMED aktuell eine C5-Testierung nach dem Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor. C5 (Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue) ist ein umfangreicher Sicherheits- und Transparenzstandard für Cloud-Anwendungen.
Warum ist Datenschutz im Gesundheitswesen besonders wichtig?
Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen überhaupt. Sie geben Aufschluss über körperliche oder seelische Erkrankungen, Behandlungen, Diagnosen und persönliche Lebensumstände. Deshalb unterliegen sie besonderen rechtlichen Schutzvorgaben – etwa der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und der ärztlichen Schweigepflicht (§ 203 StGB). RehaCom® schützt Ihre Daten daher mit höchsten Sicherheitsstandards – vergleichbar mit dem Niveau in Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen.
Wie werden meine Daten technisch geschützt?
RehaCom® schützt Ihre Daten durch zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, darunter:
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Datenübertragung
- Zugriffskontrollen und Rollenrechte für Mitarbeitende und Therapeut:innen
- Verschlüsselte Speicherung der Daten auf Servern
- Automatisierte Datensicherungen (Backups)
- Laufende Sicherheitsupdates und -prüfungen durch interne und externe IT-Expert:innen
Was passiert, wenn es zu einem Sicherheitsvorfall kommt?
Sollte trotz aller Maßnahmen eine Datenpanne auftreten (z. B. durch Hacking, Fehlversand oder Systemausfall), ist RehaCom® verpflichtet, dies innerhalb von 72 Stunden an die zuständige Datenschutzbehörde zu melden. Betroffene Personen werden unverzüglich informiert, sofern ein Risiko für ihre Rechte und Freiheiten besteht.
Welche Rechte habe ich in Bezug auf meine Daten?
Als Patient:in oder Therapeut:in haben Sie gemäß DSGVO folgende Rechte:
- Auskunft über gespeicherte Daten (Art. 15 DSGVO)
- Berichtigung unrichtiger Daten (Art. 16 DSGVO)
- Löschung („Recht auf Vergessenwerden“, Art. 17 DSGVO)
- Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO)
- Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)
- Widerspruch gegen bestimmte Verarbeitungen (Art. 21 DSGVO)
- Beschwerde bei einer Datenschutzbehörde (z. B. LDI Sachsen-Anhalt).
Wer ist für meine Daten verantwortlich – RehaCom® oder mein:e Therapeut:in?
Das hängt vom Kontext ab:
- Wenn Sie sich registrieren oder die Plattform nutzen (z. B. Suche, Terminanfrage), ist RehaCom® Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
- Sobald es um durch eine behandelnde Person oder Mitarbeiter einer behandelnden Organisation erfasste Daten, wie z.B. Daten aus der Gruppenteilnahme, geht, wird die behandelnde Praxis bzw. Ihr:e Therapeut:in zum Verantwortlichen. RehaCom® verarbeitet diese Daten dann ausschließlich im Auftrag (als sogenannter Auftragsverarbeiter).
Wie kann ich von meinen Betroffenenrechten Gebrauch machen?
Bei allgemeinen Anfragen oder wenn Sie registrierte:r Nutzer:in sind:
per E-Mail an datenschutz@hasomed.de
Wenn Sie Patient:in einer Praxis sind, die RehaCom® nutzt:
Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre behandelnde Praxis oder Klinik– RehaCom® unterstützt diese bei Bedarf technisch.
Was kann ich selbst zum Schutz meiner Daten tun?
- Verwenden Sie ein starkes Passwort und geben Sie es niemals weiter.
- Loggen Sie sich auf öffentlichen Geräten aus.
- Aktivieren Sie Sicherheitsupdates auf Ihren Geräten.
- Verwenden Sie eine aktuelle Virenschutzsoftware.
- Melden Sie ungewöhnliche Aktivitäten sofort dem Support.
RehaCom®-Abomodell
Welche Lizenzmodelle gibt es für RehaCom®?
RehaCom® bietet verschiedene Lizenzmodelle, die flexibel an die Bedürfnisse Ihrer Einrichtung angepasst werden können. Insbesondere das Abomodell steht im Vordergrund: Es ermöglicht eine unbegrenzte Nutzung aller Trainings- und Screening-Module – wahlweise monatlich oder jährlich abgerechnet. Für größere Einrichtungen oder Netzwerke können auch Mehrplatz- oder Floating-Lizenzen bereitgestellt werden. Diese erlauben den parallelen Einsatz auf mehreren Rechnern und vereinfachen das Lizenzmanagement in komplexeren IT-Strukturen.
Wie funktioniert das Abomodell?
Das Abomodell bietet maximale Flexibilität: Therapeut:innen und Patient:innen können RehaCom® entweder monatlich oder jährlich nutzen. Mitglieder bestimmter Berufsverbände, z. B. dem DVE (https://www.dve.info) oder BED (https://www.bed-ev.de/home/default.aspx), profitieren dabei von vergünstigten Konditionen.
Welche Vorteile bietet das Abo?
Alle Trainings- und Screeningmodule können während des Abozeitraums unbegrenzt genutzt werden – ohne Zeitlimits. Das macht die Nutzungnicht nur einfacher, sondern auch langfristig planbar und kosteneffizient.
Wie lange läuft das Abo und wie sind die Kündigungsfristen?
Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate. Wird nicht spätestens zwei Monate vor Ablauf gekündigt, verlängert sich das Abo automatisch. HASOMED erinnert rechtzeitig per E-Mail an die Kündigungsfrist.
Was ist im Abo enthalten?
Im Rahmen des Abomodells lassen sich alle RehaCom®-Trainings und -Screenings im Rahmen des lizenzierten Umfangs zeitlich unbegrenzt nutzen.