Kognitive Therapie & Hirnleistungstraining

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Screenings

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Kampimetrie

Messung des Gesichtsfelds

Mit dem Screening Kampimetrie kann das Gesichtsfeld binokular oder monokular geprüft werden. Im Unterschied zur dreidimensionalen Perimetrie ist die Kampimetrie zweidimensional. Im Test erscheinen auf dem Bildschirm Reize in zufälligen zeitlichen Abständen an unterschiedlichen Positionen. Während der Klient seinen Blick auf einen zentralen Punkt auf dem Bildschirm fixiert hält, soll er diese Stimuli wahrnehmen und so schnell wie möglich mit der Antworttaste bestätigen. 

Zur Kontrolle der Fixation ändert der Fixationspunkt in unregelmäßigen Abständen seine Farbe bzw. seine Form. Auch der Farbwechsel soll so schnell wie möglich mit der Antworttaste bestätigt werden. Vor dem Durchführen des Tests müssen Parameter wie Bildschirmgröße, Abstand vom Auge zum Bildschirm, Größe der Messmatrix, sowie das zu testende Auge eingestellt werden. Der Klient sollte sich in einem definierten Abstand in bequemer, aber fixer Position vor dem Bildschirm befinden.

Die als Zubehör angebotene Kinnstütze erleichtert dies. In der Detailauswertung der Kampimetrie werden Grafiken gezeigt, die Antworten (gesehene), Auslassungen (nicht gesehene) und Reaktionszeiten darstellen.

Alertness

Messung der Reaktionsgeschwindigkeit
In der Mitte des Bildschirms wird ein Item präsentiert. Bei jeder Präsentation soll so schnell wie möglich die Antworttaste gedrückt werden. Ein Durchgang besteht aus zwölf Items; Vier Durchgänge werden im A-B-B-A-Design dargeboten. Im Lauf 2 und 3 kündigt ein Warnton das Item (phasische Aktivierung) an. In Lauf 1 und 4 erscheinen die Items ohne Warnton (tonisches Arousal). Neben den Reaktionszeiten für die tonische und phasische Alertness wird in der Auswertung auch der Trend der Reaktionszeiten dargestellt. Eine Verlangsamung in den Reaktionszeiten kann auf Ermüdbarkeit und damit auf das Absinken des tonischen Arousals hinweisen.

Geteilte Aufmerksamkeit

Messung der Fähigkeit, Aufmerksamkeit auf zwei oder
mehrere Umweltreize/Aufgaben zu richten

Aufgabe ist, optische und akustische Reize auf eine bestimmte Bedingung (relevanter Reiz) hin zu überprüfen und entsprechend zu reagieren (Dual-Task-Aufgabe). Bewertet werden richtige Reaktionen in beiden Modalitäten.

Selektive Aufmerksamkeit

Messung der Fähigkeit, unter Zeitdruck selektiv auf relevante Reize zu reagieren und
gleichzeitig nicht adäquate Verhaltensimpulse zu kontrollieren

In der Mitte des Bildschirms werden dicht hintereinander eine Abfolge von zwei verschiedenen Reizen präsentiert. Ist ein Reiz relevant (GO), so ist die Taste zu drücken. Ist der Reiz nicht relevant (NOGO), so ist der Reaktionsimpuls zu unterdrücken. Ausgewertet wird die Leistung des Patienten im Hinblick auf die Reaktionsgeschwindigkeit und die Reaktionskontrolle (Impulskontrolle bei NOGO-Reizen).

Räumliche Zahlensuche

Messung des allgemeinen kognitiven Leistungstempos und der lateralen
Präferenz beim Lösen einer einfachen visuellen Suchaufgabe

Auf dem Bildschirm werden 24 zweistellige Zahlen (01-24) präsentiert. Aufgabe ist, diese in aufsteigender Reihenfolge zu suchen und anzuklicken. Voraussetzungen sind ausreichend erhaltener Visus sowie grundlegendes Sprachverständnis. Ausgewertet werden die Bearbeitungszeiten, die laterale Präferenz und die Ermüdbarkeit.

Arbeitsgedächtnis

Messung der visuell-räumlichen Gedächtnisfunktionen (visuell räumliche
Merkspanne) und bestimmter Aspekte des Arbeitsgedächtnisses

Auf dem Bildschirm sind zehn Punkte kreisförmig angeordnet. Punkte an verschiedenen Positionen leuchten nacheinander auf. Aufgabe ist, die Punkte in derselben Reihenfolge zu markieren (unmittelbare Merkspanne). Die Anzahl der Punkte wird (beginnend mit 2) kontinuierlich um einen gesteigert. Nach zwei aufeinanderfolgenden Fehlern wird der Test beendet.

Wortgedächtnis

Messung der verbalen Lernfähigkeit (Aspekt d. verbalen Gedächtnisses)
Auf dem Bildschirm werden nach dem Paradigma der wiederkehrenden Figuren schwer bzw. nicht zu visualisierende reale Wörter in fünf Blöcken zu je zwölf Wörtern dargeboten. Diese sollen gelernt und im Gedächtnis gespeichert werden. Im Anschluss werden fünf weitere Wortblöcke a zwölf Items präsentiert, in denen sich fünf der zuvor präsentierten wiederholen. Diese sollen identifiziert und mit Tastendruck bestätigt werden.

Logisches Denken

Messung der Fähigkeit, konvergent (figurativ) schlussfolgernd zu denken
Auf dem Bildschirm werden Bildfolgen mit figurativen Inhalten präsentiert, die als logische Reihe weitergeführt bzw. vervollständigt werden müssen. Aufgabe ist, Regelmäßigkeiten zu identifizieren, Serien fortzusetzen und logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Ergebnis kann Defizite aufzeigen, klärt aber nicht, welche Komponenten zum Leistungsdefizit beigetragen haben. Es empfiehlt sich, vor allem das Arbeitsgedächtnis und die Aufmerksamkeitsleistungen zusätzlich zu überprüfen. Das konvergent schlussfolgernde Denken ist Voraussetzung für das Problemlösen und ist eine Grundlage für die Leistungsfähigkeit in exekutiven Funktionen.

Gesichtsfeld

Messung des Gesichtsfelds mit selektiven Bedingungen
Die Besonderheit dieses Messverfahrens liegt in der tachistoskopisch kurzen Darbietung des peripheren Reizes. Dadurch kann die spontane Explorationsbewegung von der Fixation weg und hin zum Reiz besser kontrolliert werden. Der zentrale Reiz im Fixpunkt ist nur bei Fixation gut erkennbar. Weiterhin gleichen sich die kognitiven Aufgaben bei Fixationsreiz und peripherem Reiz (visuelle Aufmerksamkeit für einen Kreis), wodurch die Anforderung an Aufmerksamkeitsteilung, die bei allen Tests mit unterschiedlicher zentraler und peripherer Aufgabe beansprucht wird, hier reduziert wird. Erforderlich ist peripher eine selektive Reaktion, um eine Linie mit Kreis (Zielreiz) von einer Linie ohne Kreis (nicht reagieren) zu unterscheiden. Pausen begünstigen die bessere Konzentration für die Fixation. In der Auswertung von VITE werden Fixationsgüte und Selektivität extra ausgegeben – dadurch ist die Validität der Messung gut abschätzbar. Eine Grafik mit örtlicher Darstellung der Auslassungen und Fehler zeigt in 3 Farbtönen anschaulich die Ausmessung des Gesichtsfeldes.

Visuelles Scanning

Messung der visuellen Explorationsfähigkeit/Geschwindigkeit
Auf dem Bildschirm wird ein Zielreiz (Target) unter mehreren Ablenkern (NonTargets) präsentiert. Ist der Zielreiz zu sehen, muss so schnell wie möglich die Antworttaste gedrückt werden. Wenn der Unterschied zwischen beiden Reizklassen (Target und Non-Targets) ausreichend groß ist, genügt ein Blick zur Identifizierung eines Targets (parallele Suche). Die serielle Suche ist bei schwerer zu diskriminierenden Reizklassen notwendig. Das Gesichtsfeld muss dann in einer strukturierten Art und Weise erkundet werden. Für beide Bedingungen (parallele Suche und serielle Suche) werden in diesem Screening Ergebnisse wie Reaktionszeit und Fehler ermittelt.


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